Gemeinsam ...

Januar 2013:

Noch bevor die Weiden im Frühjahr neu ausschlagen, dürfen die alten Ruten geerntet werden. Diese bis zu fünf Meter langen Stangen müssen sorgfältig an den Kuppelplatz transportiert und für die Errichtung der Kuppel vorbereitet und gelagert werden.

 

Osterferien 2013:

Mit Hilfe eines Baggers werden die Löcher für die Hauptbögen ausgehoben.

 

Im nächsten Schritt werden anhand von Schablonen Querschnitt und Krümmung der vier Hauptbögen festgelegt. So können die Weidenruten korrekt ausgewählt, verteilt und in Bündel angeordnet werden. Diese werden mit Spanngurten fest zusammen gezogen und mit Kokosfasern verzurrt.

 

Die so entstandenen cirka 20 Meter langen Kuppelbögen werden nun mit vereinten Kräften und mit Hilfe von Seilen über Hilfsböcke aufgestellt und in der Mitte zusammen gebunden. 

  

Das Grundgerüst steht!

 

Nun sind die Zwischenräume an der Reihe: Die Nebenbögen in der Kuppel und die Bögen über den Zugängen sind zwar wesentlich schlanker, die Herstellungsart ist jedoch die gleiche. Miteinander verbunden werden die Kuppel und acht bogenförmige Eingänge sichtbar.

 

Die Kuppel ist komplett!

 

Was auf dem Papier einfach klingt erfordert neben Muskelkraft auch Fachwissen, Konzentration und eine gute Koordination von Mensch und Material. Tatkräftige Helfer und entsprechende Maschinen ermöglichen erst die Umsetzung.

Gemeinsam statt einsam

Sich nicht berieseln lassen.

Selber anfassen und gestalten.

Nicht sein Leben verwalten

lassen von selbstischen Trieben.

Das Gemeinsame lieben,

ohne das das Ganze zerfällt.

Achten auf die Welt,

in der wir leben

und nicht nur Nehmen

sondern auch Geben.

Achten auf die Welt,

die allen gehört

und die doch wird zerstört

in täglicher Hast.

„Einer trage des Anderen Last“

Solch‘ Tun erfordert Besinnen

und Entrinnen

der Selbstsucht im Denken.

Dem Anderen Schenken

von der eigenen Kraft und Zeit

macht die Seele weit.

Lasst uns die Selbstsucht vermeiden,

lasst uns schneiden die Weiden

und bauen für Alle ein Haus.

Fass mit an,

dann wird was draus.

Fr. Mahlke zum

Wehrheimer Weidenprojekt

(31. März 2013)